25.11.2021

Weiterbildung finanzieren: Das Aufstiegs-BAföG

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Auf nach oben! Weiterbildung fördern lassen

Du willst dieses Jahr richtig durchstarten und hast dich deshalb für eine berufliche Weiterbildung entschieden. Jetzt müsste sich nur noch das Kleingeld im Sparschwein vermehren. Statt jedoch auf dieses Wunder zu warten, kannst du mit dem Aufstiegs-BAföG eine attraktive staatliche Förderung in Anspruch nehmen. So sinkt dein Eigenanteil schnell auf einen überschaubaren Betrag.

Aufstiegs-BAföG – hieß das nicht Meister-BAföG?

Wenn es um die Förderung einer beruflichen Weiterbildung geht, kommt in den meisten Fällen das Aufstiegs-BAföG in Frage. Diese Kurzform steht für das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, bei dem es sich um eine staatliche Förderung für die Vorbereitung auf mehr als 700 verschiedene Abschlüsse handelt. Bis 2016 wurde diese noch Meister-BAföG genannt, was jedoch irreführend ist. Denn mit dem Aufstiegs-BAföG lassen sich neben Meisterabschlüssen beispielsweise auch Weiterbildungen zum Fachwirt, Betriebswirt oder Techniker staatlich fördern.

Das Aufstiegs-BAföG kennt kein Alter

Für das Aufstiegs-BAföG gilt: Bildung kennt kein Alter! Die staatliche Förderung wird altersunabhängig vergeben und ist allen Personen zugänglich, welche die Zugangsvoraussetzungen für ihre angestrebte berufliche Fortbildung erfüllen.

Gefördert werden dadurch zum einen Personen, die bereits eine anerkannte Erstausbildung abgeschlossen haben. Und zum anderen auch Studienabbrecher, Absolventen ohne ein Masterstudium sowie Abiturienten ohne eine Erstausbildung, für die das Aufstiegs-BAföG eine neue Perspektive bietet. Die Grundvoraussetzung ist hierbei der Nachweis der entsprechenden Berufserfahrung.

Weiterbildung fördern lassen – egal, ob Voll- oder Teilzeit

Mit dem Aufstiegs-BAföG können sowohl Voll- als auch Teilzeitangebote gefördert werden. Der ausgewählte Kurs muss dabei nicht zwingend in Präsenz, sondern kann auch per Fernunterricht in einem virtuellen Klassenzimmer stattfinden. Damit deine Fortbildung mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert werden kann, muss sie einem bestimmten Stundenumfang entsprechen. Hierfür wird zwischen drei verschiedenen Fortbildungsstufen unterschieden.

Die Stufe „geprüfter Berufsspezialist“ kann in Teilzeit absolviert werden und muss mindestens 200 Unterrichtsstunden entsprechen. Als „Bachelor Professional“ hast du die Wahl zwischen Voll- und Teilzeitangeboten. Wichtig ist, dass der Kurs mindestens 400 Unterrichtseinheiten umfasst. Die gleichen Voraussetzungen gelten auch für die letzte Stufe, den „Master Professional“.

Förderumfang des Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG setzt sich zusammen aus einem Festzuschuss, einem zinsgünstigen Darlehen sowie Zuschüssen zum Lebensunterhalt. Der feste Förderbetrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren steht jedem vollkommen einkommensunabhängig zur Verfügung. Dieser Betrag wird unterteilt zu 50% in einen festen Zuschuss und zu 50% in ein besonders zinsgünstiges Darlehen, welches über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW) abgewickelt wird. Ob du das Darlehensangebot annimmst, bleibt dir frei überlassen.

Gefördert werden mit dem Aufstiegs-BAföG Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis maximal 15.000 € sowie die Kosten für die Anfertigung eines Meisterstücks. Hierbei wird maximal die Hälfte der Materialkosten und höchstens 2.000 € gefördert. Damit werden schon die größten Kostenkomponenten einer beruflichen Weiterbildung abgedeckt. Bestehst du deine Abschlussprüfung erfolgreich, kannst du dich direkt doppelt freuen: Von dem Darlehensanteil werden dir weitere 50% erlassen. Für den Restbetrag fallen innerhalb des Lehrgangs sowie in einer anschließenden Karenzzeit von bis zu zwei Jahren keine Zinsen an. Danach kann das Darlehen bequem in monatlichen Beträgen abbezahlt werden.

Darüber hinaus können bei Vollzeitkursen auch Zuschüsse zum Lebensunterhalt sowie ein Kinderbetreuungszuschlag in Frage kommen. Dieser Bedarf wird anhand des Gehalts sowie der finanziellen Situation individuell ermittelt. Hierfür gibt es jedoch auch zahlreiche Freibeträge zu Gunsten der Antragssteller. Der aktuelle Höchstbetrag, den du hierbei erhalten kannst, beträgt seit dem 01.08.2020 892 €. Dieser Betrag unterteilt sich in einen Grund- und Wohnbedarf, einen Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung und dem Erhöhungsbetrag. Hierzu kommen noch Zuschläge für kindergeldberechtigte Kinder (je Kind weitere 235 €).

Beispielrechnung: Förderung mit Aufstiegs-BAföG

Das hört sich alles gut an, doch wie sieht das konkret aus? Anhand einer Beispielrechnung zeigen wir dir, wie du bei einer Kursgebühr von über 4.000 € am guten Ende nur noch 25% selbst zahlen musst. Je nach deiner Lebenssituation kommen dann zusätzlich die oben genannten Zuschüsse zum Lebensunterhalt obendrauf dazu.

Wir helfen dir weiter!

Du bist dir nicht sicher, ob deine berufliche Weiterbildung förderfähig ist? Alle von uns angebotenen beruflichen Weiterbildungen zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung, also das komplette Repertoire an Meister- und Fachwirtkursen, können mit dem Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Gerne helfen dir unsere Bildungsberater dabei, die richtigen Fördermittel für deine Weiterbildung zu finden.

Für einen persönlichen Beratungstermin erreichst du uns unter 0800 309 1111 oder über unser Terminformular.


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