16.05.2022

Lernplan erstellen – So gelingt es dir!

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Ein kleines Rätsel zum Einstieg: Am Anfang ist viel von mir da, am Ende scheine ich nur so davon zu rinnen. Was bin ich? Die Zeit bis zur Prüfung! Viele von uns kennen das Gefühl, kurz vor der Prüfung nicht mehr ausreichend Zeit zum Lernen zu haben. Damit du entspannt in deine Abschlussprüfungen gehen kannst, solltest du von Anfang an auf einen strukturierten Lernplan setzen. So behältst du deine Prüfungsvorbereitung jederzeit gut im Blick und vermeidest unnötigen Stress. Wir zeigen dir, wie du deinen optimalen Lernplan erstellen kannst!

Wieso sollte ich einen Lernplan erstellen?

Mithilfe eines Lernplans strukturierst du dir deinen Prüfungsstoff in kleinere Einheiten. Damit wirkt der Berg an Lerninhalten nicht mehr unüberwindbar groß. Jede abgeschlossene kleinere Lerneinheit beflügelt zudem deine Motivation und dein Selbstvertrauen. Zu jedem Zeitpunkt weißt du, was du bereits erledigt hast und was noch vor dir liegt. So hast du deine Prüfungsphase im Griff und nichts andersherum.

Womit lässt sich ein Lernplan erstellen?

Die Ausgestaltung des Lernplans bleibt ganz dir überlassen und richtet sich nach deinen Bedürfnissen. Du kannst ganz einfach zu Papier und Stift greifen und direkt loslegen. Falls du noch einen unbenutzten Taschenkalender herumliegen hast, lassen sich auch hier deine Lerneinheiten planen. Besonders gut sichtbar bleibt dein Lernplan, wenn du ein Whiteboard über deinen Schreibtisch hängst. Bist du eher digital unterwegs, so kannst du auch auf eine Vielzahl von Apps oder eine einfache Excel-Tabelle zurückgreifen.

In 5 Schritten einen Lernplan erstellen

Um dir deinen optimalen Lernplan erstellen zu können, solltest du etwas Zeit für die Vorbereitung einplanen.

  • 1. Schritt: Zunächst gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen. Hier solltest du dir folgende Fragen vor Augen führen: Welche Prüfungen stehen an? Und wann sind die Prüfungstermine? Diese Termine solltest du dir in einen Kalender eintragen. Gleichzeitig kannst du bereits feststehende private Termine (bspw. Hochzeiten, Geburtstage, Urlaub) aufnehmen und als lernfreie Tage blocken.
  • 2. Schritt: In einem zweiten Schritt teilst du dir deinen Prüfungsstoff in kleinere Lerneinheiten ein. Hierfür untergliederst du Themen in sinnvolle Unterthemen, die dann eine eigene Lerneinheit bilden.
  • 3. Schritt: Bevor du diese Lerneinheiten nun in deinen Lernplan überträgst, solltest du sie nach Priorität sortieren. Welche Prüfungsschwerpunkte gibt es? Welche Themen fallen dir besonders schwer?
  • 4. Schritt: Jetzt kannst du deinen eigentlichen Lernplan erstellen. Verteile die Lerneinheiten auf die Wochentage und lege im besten Fall direkt Uhrzeiten fest. So wird aus deiner Lerneinheit ein fester Termin. Damit gerätst du nicht so leicht in Versuchung, das Lernen bis zum Abend aufzuschieben. Plane in deinem Zeitplan ausreichend Pausen sowie Zeitpuffer ein und übertrage diese fest in deinen Lernplan.
  • 5. Schritt: Jetzt musst du dich nur noch an deinen Lernplan halten 😉. Am besten, du positionierst ihn so, dass du ihn täglich vor Augen hast und dich auf die kommenden Lerneinheiten vorbereiten kannst.

Lernplan erstellen – Vorlage

Es gibt einige Elemente, die in jedem Lernplan enthalten sein sollten. Dies ist beispielsweise die Einteilung in Lerntage sowie das jeweilige Fach mit den Lernthemen. Trotz allem ist ein Lernplan sehr individuell. Du kannst unsere Vorlage einfach als Startpunkt nutzen, um nicht bei 0 anfangen zu müssen. Ergänze gerne Spalten und tobe dich aus, um Schritt für Schritt deinen optimalen Lernplan zu erstellen.

Lernplan Vorlage

Tipps für deine Zeiteinteilung

Plane in deinem Lernplan ausreichend Pausen ein. Hierfür kannst du beispielsweise auf die Pomodoro-Technik zurückgreifen. Dabei folgen auf 25 Minuten intensiven Lernens fünf Minuten Pause. Die kurze Pause kannst du optimal dafür nutzen, einmal stoßzulüften und kleine Dehnübungen auszuführen. Nachdem du diese 25-minütigen Einheiten vier Mal wiederholt hast, solltest du eine längere Pause von 15 Minuten einplanen. Nutze diese Zeit für einen kurzen Spaziergang, mache dir etwas Leckeres zum Essen und starte dann mit neuer Energie in die nächste Lerneinheit. Damit du deine Pausen nicht aus den Augen verlierst, hilft es, eine Stoppuhr auf dem Handy laufen zu lassen.

Beim Erstellen deines Lernplans kannst du zudem den natürlichen Biorhythmus berücksichtigen. Demnach sind die meisten von uns morgens am aufnahmefähigsten – also die ideale Zeit, um neue Lerninhalte zu vertiefen. Das Mittagstief trifft uns dann häufig zwischen 13 und 15 Uhr – hier kannst du eine größere Pause einplanen. Gegen Abend können alte Lerninhalte noch einmal wiederholt werden, um diese in das Langzeitgedächtnis zu überführen.

Lernen neben dem Beruf – Planung ist alles!

Nimmst du neben deinem Beruf an einer Weiterbildung teil, brauchst du ein besonders gutes Zeitmanagement, um alles unter einen Hut zu kriegen. Doch keine Sorge, mit einer guten Portion Durchhaltevermögen und Disziplin kannst du auch diese Doppelbelastung meistern!

Lange Lerneinheiten sind häufig schwer in den Arbeitsalltag zu integrieren. Daher empfiehlt es sich, unter der Woche kleinere Lerneinheiten einzubinden. Du kannst beispielsweise schon morgens beim Frühstück einen ersten Blick auf deine Lernunterlagen werfen. Einen Teil deiner Mittagspause kannst du nutzen, um dir noch einmal Skripte durchzulesen oder deinen Kollegen deine Prüfungsthemen näherzubringen. Durch das Erklären der Inhalte verfestigt sich der Prüfungsstoff langfristig und du erweiterst direkt den Wissenshorizont deines Umfelds – eine Win-win-Situation. Eine letzte kleine Lerneinheit kannst du dann am Abend einplanen. Längere Lerntage finden dann am Wochenende ihren Platz. Achte auch hier darauf, Auszeiten einzuplanen!

Die Vorteile eines Lernplans:

  • Der große Berg an Lernstoff wird in kleine Einheiten unterteilt, die leichter zu bewältigen sind.
  • Du bleibst auf das Wesentliche fokussiert und verrennst dich nicht zu schnell.
  • Deine Lernfortschritte werden veranschaulicht: Das hilft, die Motivation aufrecht zu halten.
  • Ein gutes Zeitmanagement hilft dir dabei, Stress zu bewältigen und nicht in Panik zu verfallen.

Bildnachweis: ©stock.adobe.com / Lightfield Studios


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