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19.06.18
Die Probleme der aktuellen Azubi-Generation

„Mein Azubi hat keine Lust zu arbeiten“ – Probleme mit der aktuellen Azubi-Generation

Lehrjahre sind keine Herrenjahre – ein sehr beliebter und immer noch nicht ganz ausgedienter Spruch von Ausbildern. Bei den Azubis der aktuellen Generation zieht dieser Spruch allerdings immer weniger. Häufig wird recht viel hinterfragt und Hierarchien werden nicht sofort als gegeben hingenommen. Da heißt es dann gerne: „Die Auszubildenden von heute sind stinkfaul, die haben doch zu gar nix mehr Bock“. Hier sind auch die Ausbilder gefragt. Zum einen müssen sie auf ihre Azubis eingehen, sich anschauen unter welchen Bedingungen die aktuelle Generation der Auszubildenden aufgewachsen ist. Hier gibt es schon in der KiTa den Kinderrat, der entscheidet was es zum Frühstück oder Mittagessen gibt. Sie dürfen mitreden, wenn es um die Klamotten oder Smartphones geht. In der Schule werden Dinge immer mehr demokratisch entschieden, überall soll mehr Mitbestimmung möglich sein. Und dann soll damit in der Ausbildung plötzlich Schluss sein? Die Auszubildenden sind es gewohnt Entscheidungen zu hinterfragen, was die Akzeptanz von Hierarchien häufig recht schwierig macht. Anders noch, als vor wenigen Jahrzehnten.

Offen sein, für neue Impulse

Es mag nervig sein, wenn Sie als Ausbilder eine Anweisung geben und dann der naseweise Azubi noch dreimal fragt, warum er das denn jetzt machen soll. Seien Sie transparent, erklären Sie. Durch nachvollziehbares Handeln kann eine gute Basis für die Zusammenarbeit entstehen. Die Azubis müssen erst noch lernen sich an Hierarchien zu gewöhnen, sich anzupassen. Es sollte selbstverständlich sein, dass sich Auszubildende an Regeln des Unternehmens halten. Zu viele Einschränkungen sind allerdings ein Killer für die Kreativität. Nutzen Sie den „frischen Wind“ den junge Azubis mit ins Unternehmen bringen. Auszubildende, die im Unternehmen mitreden dürfen und Vorschläge einbringen können, arbeiten deutlich motivierter als andere Azubis, die den Eindruck haben kein Mitspracherecht zu haben.

Motivation durch Feedback

Macht der Auszubildende einen Fehler, ist es besonders motivierend hier nicht mit vernichtender Kritik um die Ecke zu kommen, sondern sachlich zu bleiben und vor allem nicht persönlich zu werden. So kann ein Vertrauensverhältnis entstehen, das zu einer guten Zusammenarbeit führt.
Viele Führungskräfte neigen dazu nur was zu sagen, wenn etwas schlecht gelaufen ist. Dabei motiviert Lob einen Azubi mehr als eine Aufzählung seiner Fehler. Feedback, vor allem positives, kann aus einem unmotivierten Lehrling einen Super-Azubi machen.

Sind oder wären Sie ein guter Ausbilder? Dann machen Sie Ihren Ausbilderschein und zeigen Sie der zukünftigen Generation wo es lang geht – mit uns, der BildungsAkademie Graf GmbH.

Foto: fotogestoeber/Fotolia