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26.09.19
Wie geht Klimaschutz im Büro?

Es hat ja nicht jeder von uns die Möglichkeit freitags auf der Straße bei „Fridays for Future“ mitzulaufen. Es gibt aber trotzdem etwas, was jeder Einzelne für den Klimaschutz tun kann. Dieser Blog hat nicht das Ziel über richtig und falsch, Klimawandel oder nicht zu diskutieren. Das würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Aber, da sind wir uns doch hoffentlich alle einig, Ressourcen zu schonen, das ist immer sinnvoll, auch wenn es dem ein oder anderen dabei vielleicht nur um das eingesparte Geld geht.

Strom sparen im Büro

Ein großer Teil des Stroms wird immer noch aus fossilen Brennstoffen, wie Kohle, gewonnen. Das bedeutet mehr Stromverbrauch hat Einfluss auf die Erderwärmung. Deshalb ist es so wichtig Energie einzusparen, Zuhause aber auch bei der Arbeit.
Im PC gibt es eine Energiespareinstellung, die einige Nutzer gar nicht kennen. Hier kann eingestellt werden, dass der PC nach 3 Minuten ohne Aktivität an Maus oder Tastatur in den Stand-By-Modus geht. Während eines Telefonats oder Meetings kommen da schon einige eingesparte Minuten zusammen. Auf das ganze Jahr gesehen und bei mehreren Mitarbeitern wird Strom gespart, ohne großen Aufwand.

Aufzüge sind Stromfresser

Für alle, die über zwei gesunde Beine verfügen sollte der Aufzug zum Tabu werden. Aufzüge sind die größten Stromfresser in Bürogebäuden. Wer die Treppe nimmt spart Strom und hält sich dabei auch noch fit. Wer weiter Aufzug fahren will, der sollte zumindest nicht alle vorhandenen Aufzüge rufen, sondern nur an einer Stelle in die gewünschte Fahrtrichtung drücken, da ansonsten viele Aufzüge gleichzeitig losfahren obwohl nur einer gebraucht wird.

Licht aus, Sonne rein

Sobald es hell genug ist sollte das elektrische Licht ausgeschaltet und Tageslicht genutzt werden. Das spart nicht nur Strom, sondern ist auch gesünder für die Augen und hemmt die Produktion von Melatonin, das uns müde macht.
Beim Sonnenschutz im Sommer sollte darauf geachtet werden, dass keine zusätzliche Beleuchtung eingeschaltet werden muss. Licht aus gilt außerdem auch auf der Toilette. Vor allem wenn abends alle nach Hause gehen, bleibt gerne das Licht auf der Toilette an. Vielleicht hilft ja auch ein Bewegungsmelder, der das Licht nur bei Betreten der Toiletten anschaltet.

Heizung runter und Pullover an

Der Winter kommt, die Heizung springt an. Büroräume sollten nur auf 20 Grad geheizt werden. Diese Temperatur wird meist erreicht, wenn das Thermostatventil auf 3 gedreht wird. Außerdem sollte die Heizung freistehen, keine Möbel, Kartons oder ähnliches vor den Heizkörper stellen.
Wer bei den niedrigeren Temperaturen auskühlt sollte sich einen warmen Pullover oder eine Strickjacke anziehen. Vor allem Frauen sollten darauf achten, dass sie nicht frieren, denn laut einer Studie sind Frauen bei Kälte weniger leistungsfähig. Männer hingegen können besser in kühlen Räumen arbeiten. Das liege laut Studie vermutlich an den Unterschieden im Stoffwechsel.

Klimaanlagen und Heizgeräte mit Bedacht einsetzen

Bei der Hitze im Sommer sind Klimaanlagen natürlich ein Segen. Hier am besten schon früh morgens die Geräte anstellen, Sonnenschutz runter, Geräte aus dem Raum, die Wärme erzeugen, wie Kühlschränke, Drucker und Co. Wichtig ist auch Fenster zu schließen und Türen möglichst geschlossen zu halten. Da Klimaanlagen neben viel Strom durch das verwendete Kältemittel auch noch viel CO2 verursachen, sollten diese Geräte nur an wirklich heißen Tagen eingeschaltet werden. Ältere Anlagen sollten aufgrund des veralteten und besonders klimaschädlichen Kältemittels R410A möglichst nicht mehr verwendet werden.

Auf Einkauf und Entsorgung achten

Firmen, die Produkte einkaufen, sollten sich anschauen wo das Material herkommt. Dabei sind Transportwege interessant, die eventuell durch ein lokales Produkt verkürzt werden könnten. Auch auf die Beschaffenheit des Materials sollte geachtet werden. Gibt es vielleicht umweltfreundlichere Alternativen? Am Ende muss das Produkt ja auch wieder entsorgt werden. Da kommt es ebenfalls auf die Beschaffenheit an, ist es leicht zu entsorgen oder geht das besser? Auch im Büro sollte der Müll getrennt werden. Nicht selten landen Batterien, alte Druckerpatronen, Kleingeräte und anderes im ganz normalen Restmüll. Diese sollten in Zukunft fachgerecht entsorgt werden.

Erst überlegen, dann drucken

Muss ich das jetzt wirklich ausdrucken? Diese Frage sollten Sie sich jedes Mal stellen bevor Sie auf „Drucken“ klicken. Sie können Papier sparen, wenn Sie die Schrift verkleinern oder doppelseitig drucken. Weltweit ist der Papierverbrauch sehr hoch. Durch das Sparen von Papier wird weniger Energie- und Wasser verbraucht und es müssen auch weniger Bäume gefällt werden. Die Wälder als wertvolle Ökosysteme bleiben uns so länger erhalten.

Mal zu Fuß oder mit der Bahn

Mit dem Auto zur Arbeit – das muss oft nicht sein, ist aber so bequem. Diese Bequemlichkeit aufzugeben ist für einige der schwerste Schritt. Dabei müssen Sie ja nicht komplett auf das Auto verzichten. Bieten Sie einem Arbeitskollegen/in eine Fahrgemeinschaft an. Dann fährt morgens schonmal ein Auto weniger im Berufsverkehr.
Wer gerne sportlich unterwegs ist kann bei der nächsten Gehaltsverhandlung nach einem Dienstfahrrad fragen. Da sagen Chefs vielleicht lieber ja als bei einer Gehaltserhöhung.

Foto: fotogestoeber/ Fotolia